Seit Beginn unserer Arbeit in Chetilla haben wir vieles aufgebaut und diverse Projekte erfolgreich abgeschlossen. Seit 2015 haben wir uns daher zum Ziel gesetzt, besonderen Fokus auf die Nachhaltigkeit der geleisteten Unterstützung zu setzen.

Daher liegt der Fokus unserer Aktivitäten nun auf Trainings und der Vermittlung von Wissen, welches die Menschen weniger abhängig von materieller Unterstützung macht, und es ihnen ermöglicht, ihre Lebensumstände auch in ihrem häuslichen Umfeld selber zu verbessern. Die Workshops, die wir finanzieren, werden regelmäßig von Experten unserer Partnerorganisation Cedepas Norte durchgeführt. In den Jahren 2015 und 2016 ging es hier vorrangig um folgende Themen: Krankheiten und Krankheitserreger, Reinigung und Hygiene, gesunde Ernährung und ein Schul-Speiseprogramm. Zudem haben beide Schulen 2016 einen Schul-Gemüsegarten angelegt, und der häusliche Gemüseanbau wurde gefördert.

Die Herstellung und Zubereitung gesunder und ausgewogener Lebensmittel soll auch weiterhin gefördert werden. 2017 werden einzelne Veranstaltungen die Lehrinhalte der vergangenen Jahre vertiefen, z.B. durch Kurse zur Kompostierung oder zur Herstellung ökologischer Insektizide. Zudem wird in La Colpa der Anbau von weiteren Obst- und Gemüsesorten mit Bewässerungssystem und Gewächshaus umgesetzt. Mithilfe dieses Wissens können Familien selber für eine ausgewogenere Ernährung ihrer Kinder sorgen, und Teile der Lebensmittel-Unterstützung im Rahmen des Patenschaftsprogrammes soll mittelfristig durch Eigenproduktion ersetzt werden. Neue Schwerpunkte für die Wissensvermittlung sind zudem Recycling / Abfallverwertung, sowie der Umgang mit den Folgen des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf Gesundheit und die lokale Landwirtschaft, von der die Familien leben.

Ideen und Wünsche der Gemeinden für die darauf folgenden Jahre gibt es auch, wobei hier oft im Laufe des Schuljahres weitere Bedarfe und Ideen hinzukommen, und wir die Planung für das kommende Jahr daher erst im Dezember detailliert vornehmen, in enger Abstimmung mit den Gemeinden, Lehrern, und unserer Partnerorganisation. Familien könnten vor allem durch Wissen zu Meerschweinchenzucht, sowie der Herstellung von Handarbeiten profitieren, da beides ihnen zu Einnahmen verhelfen könnte, mit denen sie sich selber besser versorgen könnten. Durch die Förderung von Meerschweinchenzucht könnten wir zudem die Abhängigkeit von Lebensmittelkäufen (v.a. Hühnchen) durch unser Patenschaftsprogramm reduzieren, bzw. dieses Stück für Stück sowohl für vitamin- als auch für eiweißhaltige Lebensmittel durch Eigenproduktion ersetzen. Für die Umsetzung dieser und weiterer Aktivitäten zählen wir weiterhin auf eure treue und tatkräftige Unterstützung!